Folge 10: Freie Fahrt für freie Modelle

Betrieb auf der Straße

Wer diesen Beitrag gelesen hat, weiß, dass mir (automatischer) Eisenbahnbetrieb und Betrieb mit RC-Modellen gleichermaßen am Herzen liegen. Über den Gleisplan für den Eisenbahnbetrieb habe ich mir bereits Gedanken gemacht. Das gleiche sollte auch für die Auslegung eines “Straßennetzes” gelten. Ein sinnvoller, für den Betrachter “einleuchtender” Betrieb als Ergänzung zur Eisenbahn soll möglich sein. Hier kommt es natürlich darauf an, die Balance zwischen ausreichend vielen Straßen und einer ausgewogenen Flächengestaltung zu halten. Schließlich soll das Diorama am Ende nicht nur aus Gleisen und Straßen bestehen.

Welche Elemente sollte das Diorama speziell für die RC-Fahrzeuge bieten?

  • “Glaubhafte” Straßen sollten vorhanden sein. Glaubhaft heißt hier, dass die Fahrzeuge sinnvolle Wege nehmen und der Betrieb nachvollziehbar ist. Andersherum gesagt soll vermieden werden, dass man nur “im Kreis” fahren kann, wenn es z.B. nur eine geschlossene Ringstraße gibt. Welcher Traktor fährt schon im Kreis herum? Nachvollziehbar ist dagegen, wenn der Traktor mit leerem Anhänger von A nach B fährt, beladen wird und dann wieder zurück nach A fährt.
  • In ähnlicher Weise wie bei der Gleisplanung sollte auch hier ein Auge auf die Radien geworfen werden. Im Video zum Fendt ist zu sehen, dass der Wendekreis relativ groß ist. Zu Enge Kurven oder gar 90°-Winkel sind nicht vorbildgerecht. So sieht es beim Vorbild aus: →Wikipedia Bundesstraße. So sollte auch unsere Modellstraße mindestens 27 cm breit sein, damit sich zwei (breite)  landwirtschaftliche Fahrzeuge auch passieren können.
  • In den Videos wurde bereits ein landwirtschaftlicher Umschlagsbetrieb angedeutet, und im Gleisplan Beitrag kommt auch schon der Platz für die Laderampe zur Sprache. Die Anbindung des Umschlagsbahnhofs ist also für den sinnvollen Betrieb zwingend erforderlich und ein wichtiger Teil des Anlagenkonzepts.

    Laderampe für den Umschlagsbetrieb

  • Jeder Bahnhof hat einen mehr oder weniger großen Parkplatz. Also wäre es passend, zumindest einen Teil des Platzes neben Gleis 1 für ein paar Fahrzeuge zu reservieren und diesen Teil ebenfalls anzubinden.
  • Lexion, Fendt und der Volvo Truck wurden bereits vorgestellt. Möglicherweise gehören alle dem örtlichen Lohnunternehmer? Womöglich hat dieser in der Nähe seinen Betriebshof? Ein großzügiger Parkplatz mit einer schön engen Zufahrt bietet viel Potential für millimetergenaues rangieren:

    Betriebshof mit Zufahrt

  • Außerhalb unseres kleines Ortes finden wir die landwirtschaftlichen Flächen für das “Ernten” mit den Agrarfahrzeugen. Diese sind über einen Feldweg erreichbar.

Entwurf des Straßennetzes

Insgesamt bietet sich nach der Umsetzung aller oben genannten Wünsche folgendes Bild:

Das Straßennetz von oben: Größere Bundesstraße, Parkplatz am Bahnhof, Laderampe und Betriebshof jeweils mit Zufahrt. Ein Feldweg deutet den Übergang zu den landwirtschaftlichen Flächen an.

Leicht zu erkennen ist, dass die Straßenfläche in etwa gleich der von den Gleisen beanspruchten Fläche ist. Gleichzeitig bleibt noch genügend “unbebaute Fläche”, um die doch recht limitierte Fläche nicht zu überladen. Durch die durchlaufende Bundesstraße sind alle “Anschlüsse” logisch verbunden und die Illusion einer längeren Straße ist gelungen.

Ausblick

Dem aufmerksamen Betrachter dürfte nicht entgangen sein, dass mit der aktuellen Planung zwei Bahnübergänge entstanden sind. In nicht allzu ferner Zukunft sollte man sich also Gedanken zur Gestaltung von Schranken und Lichtzeichenanlagen machen 🙂



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