Folge 38: Bahnhofsbau Teil 1

Der Alte muss weg

Der alte Bahnhof – den ich an einem kalten, regnerischen Wintersonntag mal mit den Kindern gebastelt hatte – passte nun wirklich nicht mehr und sollte ersetzt werden.

Bausatz Altmühlhof (Märklin 5615)

Um Zeit zu sparen, wollte ich den Bahnhof gerne auf der Basis eines Bausatzes erstellen. Nach einiger Recherche fiel meine Wahl auf den “Altmühlhof”. Das ist im Original ein Bausatz von Märklin. Mit etwas Glück findet man noch Bausätze in der Bucht.

Das Gebäude gefiel mir vom Grundriss her schon; den etwas altbackenen 60er Charme werde ich aber noch anpassen bzw. ein paar modernere Elemente einbauen.

Von vornherein war klar, dass durch die Platzverhältnisse ein guter Teil des hinteren Gebäudes entfernt werden musste. Der linke Bereich steht schon sehr nach an der Wand und ist eigentlich mehr ein Reliefgebäude. Aber auf so einer “kleinen” Anlage muss man Kompromisse eingehen. Da der Bahnhof aber nicht parallel zur Wand und quasi in direkter Sicht des Betrachters steht, wird er hoffentlich trotzdem “groß” und vollständig wirken. Dazu war der alte Pappbahnhof doch ein guter Test.

Grundplatte

Zunächst mal muss für die Grundplatte etwas Schotter entfernt werden, denn das Gebäude nebst Bahnsteig soll auf einer eigenen Platte stehen. Wo der Schotter entfernt wurde, kam das weiße Styropor wieder ans Tageslicht und wurde mit braun überstrichen:

Dann kann eine Pappschablone an den Gleisverlauf angepasst werden; schließlich wird der Umriss auf 3mm Presspappe übertragen. Mit 10mm Styropor wird aufgedoppelt. Mit den Original-Bahnsteigplatten ergibt sich dann genau die richtige Höhe.

Die Stellen, wo noch Bahnsteigplatten fehlen (nachdem die Bausatzplatten alle verbraucht sind), werde ich später mit Spachtel auffüllen und mit einem Schraubendreher und Stahllineal wieder einritzen. Das ist optisch kaum von der Bausatzversion zu unterscheiden. So lässt sich der großzügige, lange Bahnsteig komplett durchgestalten.

Trennung

Aufgrund der Länge des Bahnsteigs habe ich eine Trennstelle eingebaut. Die Trennstelle verläuft diagonal, damit der “Spalt” in der üblichen Betrachtungsrichtung nicht so auffällt. Zwei Messingrohre, die in Kohlefaserrohre gesteckt werden, sind dann auch schon alles hierfür.

Erste Stellprobe

Bevor das Gebäude richtig zusammengebaut wird, gibt es erstmal eine Stellprobe. Dafür sind die groben Abschnitte zur Wand hin schon erledigt, sonst würde es gar nicht passen:

Das wirkt doch schon gar nicht schlecht, obwohl nur Wände und Dach provisorisch mit Klebebahn fixiert sind! Für die Stellprobe ist das lange Bahnsteigteil rechts noch nicht angesteckt

Auch waren schon diverse Probefahrten erforderlich, damit bei dem relativ weit überhängendem Dach, der Lage in einer Kurve und großer Ladung auf der Bahn alles passt und der Bahnhof nicht gleich demoliert wird:

In einer weiteren Folge geht es dann um den eigentlichen Bau des Gebäudes. Ein paar interessante Details werden dem Gebäude einen moderneren Stil geben.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.