Folge 48 – Von der BR 55 zur Oldenburger G7 (Teil 2)

Im →ersten Teil zur G7 habe ich die Idee vorgestellt. Hier geht es nun um den Umbau von Kessel und Führerstand.

Wie immer sagen Videos mehr als viele Worte:

Der Kesselumbau

In Ergänzung zum Video hier noch ein paar Bilder.

Kürzen und Dome versetzen

Das Umsetzen der Dome und die fiese Spachtel- und Schleiferei kommt im Video schon genug zur Sprache, denke ich.

Links im Kessel ist der erste von zwei Lautsprechern zu erkennen. Dieser ist eher klein, reicht aber absolut für die Wiedergabe von mittleren und hohen Frequenzen aus. Das Pendant für die Basswiedergabe befindet sich im Tender und wird in einem nachfolgenden Beitrag zu sehen sein. Zu den Lautsprechern gehört daher jeweils auch eine Frequenzweiche, bestehend aus einem Tonfrequenzelko und einer Luftspule. Die Spule ist in einer zwischenzeitlich umgebauten Variante des Kessels deutlich zu erkennen:

Die Elektronikbauteile sind ziemlich groß; aber im Kessel ist zum Glück viel Platz. So ist mit dem Hochmitteltöner im Kessel und dem Tieftöner im Tender auch für eine super Akustik gesorgt.

Auflageprofile und Zylinderübergang

Hier nochmal eine Detailaufnahme des vorderen Kessels. Deutlich zu sehen ist der zweistufige Aufbau der Grundplatte (der obere Teil steht ca. 1mm über).

Grundplatte

Die Platte unterscheidet sich in ihrer Geometrie deutlich von den Rahmenteilen der BR 55 und musste daher neu angefertigt werden.

Spachteln, Schleifen, …

Genauer gesagt: Spachteln, schleifen, spachteln, schleifen, grundieren, spachteln, schleifen, spachteln, schleifen, lackieren, spachteln, schleifen, lackieren… ja, ich glaube so war’s 😉

Farbauftrag

Bei allen derart gelagerten Umbauten bzw. historischen Nachbauten stellt sich die Frage nach der Farbgebung. Nach eingehender Recherche und Wissensaustausch mit Oliver Westerhoff von →www.laenderbahn.info fiel die Entscheidung: Die Lok wird in RAL 6020 stumpfmatt lackiert unter Beibehaltung des roten Fahrwerks. Weitere Details der Farbgebung (z.B. goldene Kesselringe) sind nicht sicher dokumentiert; so dass es bei dem eher schlichten Design bleiben wird. Ein Hingucker werden noch farbliche Typenschilder etc werden (dazu mehr in Teil 4).

Der Umbau des Führerstandes

Die beiden wesentlichen Punkte am Führerstand sind die größenmäßig angepassten Fenster und die Zierleiste am Dach. Eigentlich Details, aber im 1:1-Vergleich der Loks doch wesentlich.

Fenster

Bedienelemente und Holzboden

Beleuchtung und Feuerbüchse

Ausführliches Material zur Feuerbüchse und der Beleuchtung insgesamt wird es demnächst geben. Hier erstmal ein kleiner Vorgeschmack:

Wie bereits erwähnt, habe ich die Feuerbüchsenklappe komplett entfernt. Das ist praktisch aber nicht sichtbar, da man bei normaler Anlagenbeleuchtung und gekuppeltem Tender kaum Details im Führerstand erkennen kann.

Fazit

Ziemlich genial! Nachdem die mit Abstand schwierigste und zeitraubenste Arbeit der Kesselgestaltung mit der Lackierung abgeschlossen war, hat es wieder richtig Spaß gemacht.

Hier →geht es weiter mit Teil 3.

Und die veränderte Optik spricht für sich… ich hoffe, ihr könnt meine Begeisterung nachvollziehen, sagt euer



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