Folge 60: Modellbahn-Umzug Teil 7/13 – Neuer Raum, größerer Grundriss: Planung des erweiterten Gleisplans

Hallo MoBa-Freunde, den →vorherigen Post der Umzugsserie zur Lichtsteuerung findet ihr hier. An dieser Stelle geht es ganz konkret wieder um die Bahn: Wie kann der alte Gleisplan an den neuen Raum angepasst werden?

Der alte Gleisplan

Dieser wurde →zunächst für den alten Raum entwickelt und dann →später noch einmal erweitert. Damit sieht er vor dem Umzug so aus:

Um das begrenzte Platzangebot optimal zu nutzen, sind Aufzug (rechts unten) und Weichenstrasse (Bildrand links) parallel zu den Wänden ausgerichtet. Das ist gestalterisch bzw. für die Optik nicht ideal, es ist aber kaum anders machbar.

Der neue Grundriss

Der neue Grundriss ist etwas größer mit einer angesetzten Nische. Theoretisch findet der alte Gleisplan (also die Anlage) daher sogar unverändert Platz darin:

Der alte Gleisplan im neuen Raum. Rechts ist die Werkstatt durch gestrichelte Linien umrissen.

Alles muss rein: Es geht nicht ohne Kompromisse

Nun stellen sich zwei Fragen:

  • Sollte man die Module unverändert lassen (was weniger Aufwand bedeutet)? Dann ist praktisch sofort nach dem Aufstellen der Module Fahrbetrieb möglich. Auf die Dauer könnte die Anlage dann im unteren – noch nicht verbauten Bereich – erweitert werden (“südlich” der Bahnhofs-Weichenstraße)
  • Wie kann der Werkstattbereich zugänglich gemacht werden? Wie oben ersichtlich, verläuft das Ausziehgleis genau zwischen der Zugangstür und dem Werkstattbereich unten rechts. Sollte man hierzu das Ausziehgleis bzw. die Modulplatte abnehmbar oder vielleicht umklappbar gestalten?

Nach vielem Hin- und Herüberlegen (schließlich werden diese Entscheidungen nicht ohne weiteres rückgängig gemacht werden können), wird der Gleisplan in zwei Teile aufgeteilt: In einen oberen Teil mit dem Aufzug hinter der Tür (Glück gehabt, dass die Tür genau da ist!) und die restliche Hälfte. Der obere Teil mit der Paradestrecke wird leicht zur Wand gedreht aufgestellt. Das hat zwar den Nachteil, dass die neu entstehenden Zwischenräume zwischen den Modulen und der Wand mit etwas Arbeitsaufwand wieder “gefüllt” werden müssen. Dafür entfällt die strenge Parallelität zur Wand: Der Gleisverlauf wirkt offener und dynamischer.

Der finale Gleisplan mit leicht gedrehter Ausrichtung, verlängerter Paradestrecke und gekürztem Ausziehgleis

Die verbleibende Hälfte der Anlage – also praktisch der gesamte Bahnhofs- und Rangierbereich – wird nach unten verschoben; ebenfalls mit einer leichten Drehung, um die Parallelität zur Wand zu vermeiden. Das fehlende Gleisstück (wir reden hier über ca. 40cm) wird im Rahmen einer neuen Modulplatte links zwischen den Weichen eingefügt. So wird der Raum gut genutzt und die sowieso kurze Paradestrecke gewinnt etwas Länge.

Schließlich muss noch der Zugang zum Werkstattbereich ermöglicht werden. Nach Abwägung verschiedener Lösungen habe ich mich schlicht zum Abschneiden der Modulplatte an dieser Stelle entschieden. Das Ausziehgleis fällt dann zwangsweise kürzer aus. Eine Lösung zum Anstecken oder Umklappen hat mich in dieser “Umgebung Werkstatt” nicht überzeugt. Das würde mir sehr schnell auf die Nerven gehen: Mal eben nen Schraubendreher holen; erst Zug wegfahren, Gleis hochklappen… Außerdem müsste das Gleis auch irgendwo hingeklappt werden… dann wäre es wahrscheinlich öfter im Weg. Zumindest ist das Ausziehgleis jetzt immer noch lang genug, dass der längste mögliche Zug noch die Weiche zum Ladegleis passieren kann. Hierzu sind zwar Kompromisse in der Automatik-Steuerung (→Rocrail) hinzunehmen, aber man kann nicht alles haben.

Fazit

Nach vielen Wochen des Überlegens, Skizzenmalens und des Einfälle-bekommen-und-verwerfens ist die o.a. Anordnung entstanden. Und ich kann hier schon einmal vorwegnehmen, dass es wohl ein guter Kompromiss ist. Die leichte Drehung der Anlage sieht auf dem Papier eher marginal aus. Tatsächlich zeigte sich schon bei den ersten Stellproben, dass sich der Raumgewinn trotz der wenigen Zentimeter mehr sehr positiv bemerkbar macht. Die Ausfahrt aus dem Aufzug wirkt nicht mehr so gedrungen und hinter dem Gleis an der Wand können noch ein paar Details zur Auflockerung platziert werden.

Ebenso kann die längere Paradestrecke überzeugen. Das neue – wenn auch schmale – Modul bedeutet zwar einen baulichen Mehraufwand vor dem sehnsüchtig erwarteten Fahrbetrieb nach langer Pause, doch auch hier überzeugt die Optik und die tatsächlich längere Anfahrt zum Bahnhof: Mehr Zeit, die Züge zu genießen!

Ein Wermutstropfen ist das verkürzte Ausziehgleis. Aber da der Fahrbetrieb dadurch nicht übermäßig stark beeinträchtigt wird, ist das zu verschmerzen. Klar ist: Ein hindernisfreier Zugang zur Werkstatt ist herrlich!

Alle →vorherigen Teile der Umzugsserie sind hier zu finden.

Bevor es nun an das Aufstellen der Module geht, zeige ich euch →im nächsten Teil meine Hintergrundgestaltung.

Bis dahin, euer



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